ABC-SchülerInnen aus Eschborn bei LUCAS
Seit diesem Jahr unterstützt die Stadt Eschborn unsere Arbeit zur Vermittlung von Filmkultur und Medienkompetenz an Kinder und Jugendliche. Auf Einladung von LUCAS besuchen insgesamt 373 GrundschülerInnen sowie 42 LehrerInnen das Internationale Kinderfilmfestival in dieser Woche. Unsere Reporterinnen Kristina und Marlen trafen Schulleiter Hans-Joachim Rother-Dey mit seinen KollegInnen und 130 SchülerInnen der Grundschule Süd-West am LUCAS-Dienstag.
LUCAS kenne er bisher als Festivalbesucher, nun komme er zum ersten Mal mit seinen Klassen, erzählt Schulleiter Rother-Dey. Vier Filme aus dem internationalen Wettbewerb, aus den USA, Belgien, Frankreich und Ungarn, schauen sich die Erst- und Zweitklässler auf der großen Leinwand an. Rother-Dey hebt die unterschiedlichen Aspekte der Filme, ihre altersgerechte und thematisch passenden, aber auch anspruchsvollen Erzählweisen hervor. „Darüber hinaus ist es für die Kinder ein Erlebnis, ein großes Kino zu besuchen und dann auch noch die Menschen zu treffen, die diese Filme tatsächlich gemacht haben.“ Im anschließenden Gespräch mit den beiden Regisseurinnen Sophie Roze (JOSEPHS SCHNECKEN, 2009) und Andrea Kiss (DIE GESCHWÄTZIGE MAUS, 2008) beteiligten sich die Kinder rege.
Die siebenjährige Mia freute sich über das Happy-End in GERALDS LETZTE CHANCE (USA 2009) für den Hauptdarsteller, einen pummeligen Hund, der in letzter Minute noch einen Besitzer findet und damit gerettet wird. In JOSEPHS SCHNECKEN geht es um einen Jungen, der sich lieber mit den Tieren als mit seinen Mitmenschen beschäftigt – und plötzlich, auf phantastische Weise in eine Welt gerät, in der Menschen sich wie Schnecken einrollen. Von der Geschichte fasziniert, findet die siebenjährige Tara-Leah Josephs Rückkehr in die richtige Welt „witzig“, über die „lustigen Schnecken“ muss die sechsjährige Patrizia lachen. „Ganz traurig“ findet die sechsjährige Alicia den Film DIE MAGISCHE BRIEFMARKE (USA 2009), bei dem der geliebte Großvater eines Jungen stirbt. „Aber am Ende ist er ja in den Himmel gekommen,“ freut sie sich. Ganz diplomatisch gibt sich der sechsjährige Leon: „Ich fand alle vier Filme am Besten.“


