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EXKLUSIV: Mattias Gordon im Gespräch

Eine Deutschlandpremiere feierte heute, den 9. September der schwedische Animationsfilm DER JAGUAR. Im Gespräch mit Kristina und Marlen beschreibt Regisseur Mattias Gordon seine Faszination am Kinderfilm.

 

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Die Abenteuer des kleinen Jaguars erinnern an Geschichten, die man früher selbst oft vorgelesen bekam. Hast du dir die Erzählung selbst ausgedacht?

Nein, DER JAGUAR beruht auf einem Bilderbuch von Ulf Stark, einem bekannten schwedischen Kinderbuchautor und Anna Höglund, einer schwedischen Schriftstellerin und Illustratorin. Das Buch ist im Jahr 1987 erschienen, es ist also schon über 20 Jahre alt.

 

Hast du etwas an der Geschichte des Buches verändert oder es genau so verfilmt?

Manche Sachen haben meine Kollegen und ich genauso gemacht, wie sie im Buch passieren, aber wir haben auch neue Dinge dazuerfunden. Ein Film funktioniert anders als ein Buch, man kann nicht einfach zurückblättern, wenn man etwas nicht verstanden hat oder sich bestimmte Bilder länger anschauen als andere. Ein Film läuft immer weiter. Deswegen mussten wir manchmal etwas aus dem Buch ändern, damit man die Geschichte auch im Film verstehen kann.

 

Hast du schon viele Filme gemacht?

Ich habe schon an sehr vielen Filmen mitgearbeitet und einige davon sind auch meine eigenen Projekte. DER JAGUAR ist mein erstes größeres Regieprojekt. Aber ich mache nicht nur Filme. Ich animiere zum Beispiel auch Computerspiele und habe an „Petterson und Findus“ gearbeitet. Außerdem male ich viele Comics oder Bilder für Kinderbücher. Ich mag es gerne, abwechselnd an ganz verschiedene Sachen zu arbeiten.

 

Du scheinst sehr viel für Kinder zu machen – Bücher, Spiele, Filme. Was findest du spannend an deiner Arbeit?

Dass ich so kreativ sein kann und meine Phantasie ausleben darf. Ich finde es toll, mir Geschichten auszudenken und sie so zu erzählen, wie ich sie mir vorstelle, ohne alles genau erklären zu müssen. Das ist das Tolle an Kinderfilmen oder Kinderbüchern.

 

Auch beim kleinen Jaguar weiß man nicht so recht, welche von seinen Abenteuern wahr sind und welche nicht. Kannst du uns das vielleicht sagen?

Der Junge schaut sich sein Bilderbuch an und ist ganz begeistert von dem Jaguar. Zur gleichen Zeit hört er den Staubsauger seiner Mutter, der sich anhört wie ein Elefant und als er den letzten Schluck seiner Milch trinkt, zischt es als wäre eine Schlange im Raum. Wenn er sich in den Jaguar verwandelt, dann weiß man nicht genau, ob er nur spielt oder nicht. Der Vater könnte tatsächlich Angst vor ihm haben oder aber er tut nur so und spielt mit. Der Ausflug auf die Straße kann nur ein Traum sein oder die Tiere, die er trifft, sind vielleicht Kinder aus der Nachbarschaft. Man weiß es einfach nicht so genau. Auch ich nicht. Es ist ein bisschen magisch, da ist die eigene Phantasie gefragt.

 

Ist es eigentlich schwer, ein Filmemacher zu sein?

Manchmal ist es nicht einfach. Man muss an vielen Projekte gleichzeitig arbeiten und sich immer abwechselnd darum kümmern. Es kann sein, dass manche Filme sehr schnell fertig werden und andere richtig lange dauern. Die Idee, die Geschichte des Jaguars zu verfilmen, hatte ich schon vor 12 Jahren, aber es gab nie genug Geld dafür. Ich bin froh, dass ich jetzt hier bei LUCAS sein kann und viele Kinder DER JAGUAR im Kino sehen können.

 

Mattias Gordon stammt aus Schweden und arbeitet seit 1984 als Illustrator und Animationskünstler. Als solcher hat er auch 1990 am Real- und Zeichentrickfilm WERNER BEINHART von Bernd Eichinger mitgearbeitet.

 


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