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EXKLUSIV: Pauline Bureau im Gespräch

Eine Weltpremiere des Kurzfilms ANNA LOVENSTEIN gab es am Montag Abend, 7. September, im Kino des Deutschen Filmmuseums. Regisseurin Pauline Bureau und Produzent Francois-Pierre Clavel sind dafür eigens aus Frankreich angereist. Nach der Vorstellung stellten sich die beiden den neugierigen Fragen des Publikums.

 

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ANNA LOVENSTEIN ist ein unglaublich ruhiger Film, der beinahe völlig ohne Sprache und Musik auskommt. Warum wurde auf all das verzichtet?

Wir wollten uns ganz auf Anna konzentrieren und die Welt genau so erleben, wie dass Mädchen sie erlebt. Anfangs gab es einige Dialogszenen, aber im Schnitt entschieden wir, die Szenen nicht zu verwenden. Der Film braucht das nicht, die Alltagsgeräusche reichen völlig aus, um die Geschichte zu verstehen.

 

Was möchtet ihr mit dem Film aussagen?

Es ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, die in ihrem Alltag sehr konsequent ihre Rituale verfolgt. Sie ist so stark an diese ständigen Wiederholungen gebunden, dass sie keine Zeit hat, Freunde zu finden. Anna lebt in ihrem eigenen Universum und ist alleine als der Junge in ihr Leben tritt. Wir wollten die Magie dieser Begegnung einfangen, die Annas Leben verändert. Jede Begegnung im Leben eines Menschen bedeutet Veränderung.

 

Was hat euch inspiriert diesen Film zu drehen?

Das Mädchen habe ich (Pauline) per Zufall getroffen und wollte sie sehr gerne filmen. Dabei habe ich mich an meine eigene Kindheit erinnert. Auch ich hatte damals meine kleinen Rituale und so erzählt ein Teil des Films auch ein Stück von meinem Leben.

 

Anna ist in dein meisten Szenen alleine. Ist es der Darstellerin schwer gefallen ohne viel Text und Gegenpart zu spielen?

Ich (Pauline) habe sie gebeten, bestimmte Dinge zu tun und sie hat das ganz wunderbar umgesetzt. Außerdem habe ich die Geschichte mehr oder weniger genau für dieses Mädchen geschrieben.

 

Wie lange hat es gedauert diesen Film zu drehen?

Wir haben uns eine Woche darauf vorbereitet und beispielsweise Schauplätze ausgewählt. Der Film spielt in verschiedenen Vierteln von Paris. Danach haben wir insgesamt drei Tage gedreht und in zwei bis drei Wochen geschnitten und vertont.

 

ANNA LOVENSTEIN war dein erster Film, Pauline. Gibt es schon Pläne für ein neues Projekt?

Ja, wir bereiten uns grade auf einem neuen Kurzfilm vor, der wird dann ca. 15 Minuten dauern. Aber erst einmal freuen wir uns, dass wir ANNA LOVENSTEIN hier bei LUCAS einem Publikum vorstellen dürfen.

 

 

Pauline Bureau schreibt Theaterstücke, führt Regie und spielt auch selbst. Mit ANNA LOVENSTEIN wendet sie sich einer neuen Ausdrucksform zu: dem Film. Gemeinsam mit Produzent Francois-Pierre Clavel besucht sie das LUCAS-Festival und ist noch bis Freitag in Frankfurt, um ihren Film vorzustellen.

 


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