Begründung der FICC-Jury

Ein schwieriges Thema, egal ob für den Iran oder ein anderes Land dieser Erde, wird aufgegriffen und in einem Kinderfilm umgesetzt. Ein behindertes Kind lebt im Kreise seiner Familie – was dies für das Kind selbst und alle in seiner Umgebung bedeutet, wird deutlich gezeigt. Gleichzeitig vermittelt der Film den Kindern eine Lösung, wie man mit einem behinderten Menschen zusammenleben kann, aber auch, welche Schwierigkeiten dabei zu überwinden sind. Die Botschaft wird getragen durch die stringente Geschichte, durch das emotionale Schauspiel der Kinder sowie eine teilweise dokumentarisch eingesetzte Kamera, die auch einen Eindruck der urbanen Umgebung vermittelt.
Die Intention der Filmemacher wurde durch die Reaktionen im Kino eingelöst: Haben die Kinder im Publikum bei den ersten Bildern von Babak noch gelacht, so änderten sich ihre Reaktionen nach ungefähr zehn Minuten, denn das Lachen verschwand und eine echte Anteilnahme war zu spüren.


